Mechanik kommt aus der Geschichte

14.09.2020

Das Prinzip der Mechanik ist einfach wie alles Geniale und zugleich komplex. Der Energiespeicher ist eine gewöhnliche Feder. Beim Aufziehen fest gespannt, entspannt sie sich allmählich und treibt das Pendel an. Das Pendel wirkt auf das Räderwerk, das die Zeiger auf dem Zifferblatt bewegt.

Dieses Uhrwerk ist bewährt; die Idee wurde vor mehr als zwei Jahrhunderten in die Praxis umgesetzt. Serienmäßig stellte zuerst Girard-Perregaux die mechanischen Herrenuhren für die Armee her. Bis 1880 waren mechanische Armbanduhren praktisch ein Spielzeug reicher Damen: Sie waren bunt und ausgesprochen teuer und wiesen beeindruckende Gangfehler auf.

Das Geheimnis der Instabilität mechanischer Uhren (aller!) liegt darin, dass sich die Federspirale nicht gleichmäßig spannen lässt. Für mechanische Uhren bedeutet die Genauigkeitsklasse 1 eine maximal zulässige Abweichung von +40/-20 Sekunden pro Tag. Der entscheidende Faktor für die Genauigkeit ist die Unruh.

Die Größe des Unruh-Spirale-Schwingsystems und seine Schwingungsfrequenz (2,5-5/s) bestimmen die Genauigkeit. Die berühmten Schweizer Uhren, bei denen die Ganggenauigkeit auf Chronometer-Niveau liegt (+6/-4 Sekunden pro Tag), zeichnen sich durch die Unruh mit einem größeren Durchmesser aus, wodurch man den Einfluss der Trägheit, die den Takt stört, reduzieren kann.

Was Sie bei der Auswahl einer mechanischen Uhr wissen müssen:

  • In jedem Fall muss man mechanische Uhr aufziehen und die genaue Uhrzeit einstellen, auch wenn sie mit einem Uhrwerk mit automatischem Selbstaufzugsmechanismus ausgestattet ist.
  • Der automatische Selbstaufzugsmechanismus erlegt dem Besitzer bestimmte Verpflichtungen auf: Die Uhr sollte mindestens 8 Stunden pro Tag getragen werden und der Lebensstil (oder besser gesagt die Dynamik der Bewegungen) sollte ziemlich aktiv sein. Das ist damit verbunden, dass die Feder bei der Bewegung gespannt wird. Die Uhren mit automatischem Selbstaufzugsmechanismus sind viel größer als einfache mechanische Uhren wegen eines zusätzlichen Mechanismus.
  • Auch die Reparatur von Uhren mit automatischem Selbstaufzugsmechanismus kostet viel mehr und führt oft zu seiner Entfernung.
  •  Mechanische Uhren sind empfindlich gegenüber Staub und Feuchtigkeit sowie Änderungen der Umgebungstemperatur.
  • Die Schwerkraft hat einen unterschiedlichen Einfluss auf die Arbeit der Uhr in verschiedenen Positionen. Dieser Einfluss wird durch die Montagequalität gemindert. Das beeinflusst sehr den Preis der Uhr. Handgefertigte Uhren können so präzise wie möglich eingestellt werden, sind aber nicht billig. Der Mindestpreis solcher Uhren beträgt 500 US-Dollar.
  • Mechanische Uhren können nur die Hintergrundbeleuchtung mit Leuchtmasse besitzen. Die Verwendung von radioaktiven Leuchtfarben ist normal. Die Betriebssicherheit wird durch einen Glasschutz gewährleistet, der einen direkten Kontakt ausschließt. Die T-Swiss-T-Kennzeichnung auf einer Schweizer Markenuhr bedeutet die vollständige Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.
  • Ein großer Pluspunkt beim Kauf einer mechanischen Uhr ist das Prestige und das Potenzial einer langjährigen Arbeit unter der Voraussetzung rechtzeitiger Wartungs- und präventiver Reinigungsmaßnahmen, die ausschließlich von Fachleuten durchgeführt werden sollten.

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